Ausbildung – Grundlagen „Hilfeleistung bei PKW-Unfällen“ am Samstag, 21.02.2015

Am Samstag, 21. Februar 2015, führte die Freiwillige Feuerwehr Schwarzenbruck einen Übungstag zu den Grundlagen „Hilfeleistung bei PKW- Unfällen“ durch. Eingeladen waren dazu alle Feuerwehrkameraden der Feuerwehr Schwarzenbruck. Insbesondere für die vielen Quereinsteiger, welche sich in den letzten Jahren für eine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Feuerwehr Schwarzenbruck entschieden haben, ist es notwendig, die Grundtätigkeiten in der Praxis aufzuzeigen.

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Vom stellvertretenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbruck, Florian Bayer, wurden im ersten Teil die verschiedenen Tätigkeiten einzeln erläutert. Zu Beginn wurde vorschriftsgemäß vor dem Fahrzeug angetreten. Anschließend wurde die fiktive Einsatzstelle im Hof von den Teilnehmern mit den Absicherungsmaterialien aus dem HLF durch Vollsperrung der Zufahrten abgesichert.

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Um auf alle benötigten Geräte schnell zurückgreifen zu können, wurde eine sogenannte Geräte-Bereitstellung aufgebaut.

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Zur Sicherstellung des Brandschutzes wurden außerdem der Schnellangriff mit auf dem Hohlstrahlrohr aufgesetztem Schaumaufsatz und ein Pulverlöscher bereitgestellt.

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Im weiteren Verlauf wurde das Fahrzeug mit dem Stab-Pack-Unterbausystem gegen weitere, ungewollte Bewegungen unterbaut und gegen Wegrollen gesichert. Dieses System setzt die Freiwillige Feuerwehr Schwarzenbruck schon seit mehreren Jahren mit sehr guten Ergebnissen ein. Den Feuerwehrkameraden wurde dabei auch demonstriert, dass das Fahrzeug wirklich sicher steht.

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Beim anschließenden Glasmanagement wurden alle Scheiben am Fahrzeug entfernt. Die Seitenscheiben wurden mit dem Federkörner entfernt. Augenmerk wurde auf den Schutz des Patienten sowie den Schutz für die Einsatzkräfte gelegt. Um Glassplitter vom Patienten fernzuhalten, wurde ein Patientenschutz eingesetzt. Zum Schutz der Einsatzkräfte wurde beim Sägen der Frontscheibe ein Staubschutz aufgesetzt. Reste der Seitenscheiben wurden mit dem Kantenschutz entfernt.

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Mit hydraulischem Rettungsgerät entfernte man das Fahrzeugdach, um den Patienten achsengerecht aus dem Unfallfahrzeug zu retten. Bei dem Anheben und Wegtragen des Fahrzeugdaches wurde jede Hand benötigt.
Da der Verletzte im Fußbereich eingeklemmt war, musste der Rettungszylinder eingesetzt werden. Vorher wurde ein sogenanntes Fenster geschaffen. Anschließend konnte der Patient mit dem Spineboard aus dem Fahrzeug gehoben werden.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause begann der zweite Teil des Schulungstages. Kommandant Christian Eckstein führte mit den Teilnehmern zwei weitere Rettungsmethoden durch. Hierbei wurde auch ein innerer Retter im Fahrzeug eingesetzt. Anfangs wurden die Heckklappe, die Fahrzeugverglasung und die Lehnen entfernt.

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Zusätzlich wurde die Lehne des Vordersitzes vorsichtig zurückgedreht. Anschließend konnte der Verletzte mit dem Spineboard durch den freigewordenen Raum gerettet werden.

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Als zweite Möglichkeit zur Personenrettung wurden die Türen auf der Beifahrerseite sowie die B-Säule entfernt. Zur Entfernung wurde die B-Säule mit der Rettungsschere eingeschnitten und mit dem Spreizer herausgerissen. Diese Methode kommt vor allem bei Fahrzeugen mit hochfesten Bauteilen, welche durch die Rettungsschere nicht mehr durchtrennt werden können, zur Anwendung.

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Nachdem auch die letzte verletzte Person aus dem Unfallwrack gerettet war und alle Geräte wieder einsatzbereit im Fahrzeug aufgeräumt waren, konnte der Ausbildungstag bei einem Snack in Form von Schnitzelbrötchen ausklingen. In einer kurzen Ansprach dankte Kommandant Eckstein seinem Stellvertreter Florian Bayer sowie den Kameraden, welche bei der Ausbildung mitgewirkt hatten, für die investierte Zeit und kündigte eine Fortsetzung in Form eines weiteren Moduls an.

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By | 2016-10-28T22:09:34+00:00 Februar 23rd, 2015|Aktive Wehr, Berichte, Berichte 2015|0 Comments

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