Modultage „Taktische Ausbildung“ am Montag, 09.02.2015 und Mittwoch, 11.02.2015

Am Montag, 09.02. und Mittwoch, 12.02.2015 trafen sich die Kameradinnen und Kameraden zu einer taktischen Ausbildung im Rahmen der Modultage des Dienstbezirks 3 im Feuerwehrgerätehaus Ober-/Unterferrieden.

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Am ersten Abend stellte Kreisbrandinspektor Peter Schlerf das Hilfeleistungskontingent Nürnberger Land vor. Er erläuterte die Grundkomponente eines Kontingents, welches aus der Führungseinheit, einem Verbindungskommando, einer Logistik bzw. dem Sanitätsdienst und zwei Löschzügen mit Personal besteht. Diese Grundkomponente wird dann durch spezielle Einheiten ergänzt: Standard (reine Personalbeistellung), Hochwasser (entweder Pumpen oder Sandsäcke), Sturm (Dachsicherung oder Motorsägen), Ölwehr oder ABC – Abwehr. Je nach Zusammenstellung besteht dann ein Hilfskontingent aus etwa 125 Personen. Im Landkreis Nürnberger Land besteht die Einheit aus der Grundkomponente und dem Standard Ergänzung. KBI Schlerf erläuterte noch den Alarmierungsablauf und den Abmarsch des Kontingents.

Im weiteren Verlauf des Abends wurden auch die einzelnen Dienstbezirk Löschzüge zur landkreisinternen Unterstützung vorgestellt. Peter Schlerf erläuterte die Zusammenstellung und den Ablauf der Unterstützung im Landkreis.

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Im Anschluss führte Kreisbrandmeister Christian Falk durch die taktische Ausbildung. Dazu wurde das taktische Schema kurz erläutert und auf die potentiellen Gefahren der Einsatzstelle eingegangen. Die einzelnen Führungsstufen wurden erläutert und die spezielle Unterstützung der UG ÖEL, mit der Führungsstufe C. Nachdem noch die Befehlsgebung der verschiedenen Einheitsführer wiederholt wurde, konnte Roland Eckstein und Klaus Elm von der UG ÖEL eine Auffrischung der Dokumente vornehmen. So wurden die Basisdokumente Einsatztagebuch, Lagedarstellung, allgemeine Lage Checkliste, sowie die Kräfteübersicht vorgestellt.

Nach einer kurzen Pause wurden dann einzelne Gruppen gebildet. KBM Falk führte mittels Präsentation in die sogenannte kalte Lage ein (Beschreibung der Baulichen Situation, Wetter und Gegebenheiten der Örtlichkeit des Übungsobjektes) und erläuterte den Kameraden ein Industrieobjekt mit allen notwendigen Informationen. Zur warmen Lage (= Alarmierungsgrund) ging es dann mit einem Löschzug zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage (BMA). Die Anwesenden führten parallel zur Lageeinspielung immer die Dokumente mit und konnten so bei der Erweiterung der Lage sauber die nachalarmierten Kräfte im Überblick behalten. Beim Eintreffen der Einheiten stellte sich ein LKW Brand dar, welcher die BMA ausgelöst hatte. Im weiteren Verlauf entwickelte sich das Feuer und griff auf die Fassade der Lagerhalle über.

Nachdem das Planspiel beendet war, schilderten zwei Gruppen noch den Umgang mit den Dokumenten und die Abarbeitung des Planspiels – ein lehrreicher Abend zur Auffrischung.

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Am darauffolgenden Mittwoch galt es dann auf vier verschiedenen Planspielplatten die unterschiedlichen Szenarien abzuarbeiten und hierzu ebenfalls die Dokumente zu benutzen. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung war ebenfalls mit ausreichend Personal vor Ort und konnte somit pro Planspiel mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Szenarien teilten sich wie folgt auf: zwei Planspiele mit einem Zimmerbrand mit eingeschlossenen Personen, ein Planspiel mit einem Brand im 3. OG eines Mehrfamilienhauses mit eingeschlossenen Personen, einen Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen und einen Gasaustritt auf einem Bahngleis.

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Die Gruppen hatten jeweils 45 Minuten pro Platte und konnten den Einsatz routiniert durchspielen. So wurden die Funktionen verteilt und entsprechend dann auch die Befehlskette abgehandelt. So musste eine Lage auf Sicht abgegeben, die Ordnung des Raumes vorgenommen, die Einsatzform ausgewählt und die korrekte Befehlsgebung durchgeführt werden.

Die Teilnehmer hatten sichtlich Spaß und konnten einige Anregungen mit nach Hause nehmen. In der Abschlussbesprechung kam der Wunsch auf, das öfters zu wiederholen und regelmäßig das Wissen aufzufrischen. Sicherlich werden wir die Planspiele im Rahmen der Modultage wieder anbieten.

Von der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbruck nahmen insgesamt vier Kameraden an den Modultagen teil. Die Planspiele am Mittwoch wurden mit einem Ausbilder und Modellfahrzeugen unterstützt.

Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren, Ausbilder und die Truppe der UG-ÖEL.

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By | 2016-10-28T22:09:34+00:00 Februar 11th, 2015|Berichte, Berichte 2015|0 Comments

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