Schulung zum Gerätesatz Auf- und Abseilgerät am Samstag, 06.06.2015

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbruck wurde am Samstag, 06.06.2015, eine Schulung zu dem erst vor kurzem, mit dem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, beschafften Gerätesatz Auf- und Abseilgerät durchgeführt.

Das Gerät, welches aus einem Flaschenzug und einem Abseilgerät besteht, dient zur einfachen Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen. Gerade weil im Bereich des Schwarzachtales immer wieder Personen abstürzen und der Gerätesatz in Verbindung mit der Drehleiter auch über die Gemeindegrenzen Schwarzenbrucks hinaus eingesetzt werden kann wurde hier investiert. Erste Erfahrungen und Kenntnisse zu dem Gerät konnten bereits Anfang des Jahres bei einer Übung erworben werden.

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An diesem Samstag legte man den Schwerpunkt in dem Zusammenspiel zwischen Drehleiter und dem Flaschenzug. Ausbilder Klaus Kilian von der Firma Kilian Sicherheit & Rettung, welche bereits seit Langem gut mit der Feuerwehr Schwarzenbruck in dem Bereich Höhensicherung zusammenarbeitet, konnte für diese Ausbildungseinheit gewonnen werden. Auch zwei Kameraden der Feuerwehr Diepersdorf und ein Kamerad der Feuerwehr Winkelhaid nahmen die Einladung zur Teilnahme dankend an.

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Da nicht nur Kameraden mit dem speziellen Lehrgang Absturzsicherung sondern auch Drehleitermaschinisten, Führungskräfte und interessierte Feuerwehrkräfte an der fünfstündigen Schulung teilnahmen, erklärte der Sachkundige zu erst den Inhalt des Gerätesatzes Absturzsicherung. Bei dem kurzweiligen Vortrag ging Kilian auch darauf ein, dass sich die Mittel der Feuerwehr im Bereich Absturz- und Höhensicherung in der Vergangenheit auf wenige Geräte begrenzten. Mittlerweile ist die Feuerwehr unter Anderem mit Geräten wie Klettergurten, Dynamikseil, Bandschlingen und beispielsweise einer Rettungswindel gut ausgestattet. Die Feuerwehr Schwarzenbruck hält zwei Gerätesätze Absturzsicherung und einen Gerätesatz Auf- und Abseilgerät vor.

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Ein weiterer Schritt war das Anbringen des Flaschenzuges an die Drehleiter. Nur wenige, speziell ausgeführte Bauteile am Leiterpark sind dabei für die Platzierung der Bandschlingen geeignet. Außerdem ist die zurettende Person zweifach zu sichern. Zum Einen erfolgt dies durch das Auf- und Abseilgerät und zum Anderen durch einen Gerätesatz Absturzsicherung.

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Um ein Gefühl für die Geräte zu erhalten, wurde ein Retter sowie ein Kamerad in der Schaufeltrage aufgezogen und anschließend abgelassen.

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Ein fiktiver Einsatz auf einer Brücke am Alten Kanal zwischen Rasch und Peunting stellte den zweiten Schulungsteil dar. Ein Radfahrer, welcher sich zu weit über ein Geländer an der Böschung gelehnt hatte stürzte, kam an einem schmalen Weg neben dem Kanal zum liegen und musste durch die Feuerwehr gerettet werden.

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Durch die Besatzungen des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges, des Mehrzweckfahrzeuges der FF Diepersdorf und der Drehleiter sollte der Übungseinsatz abgearbeitet werden. Der Ausbilder hielt sich dabei im Hintergrund und beurteilte das Vorgehen.

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Nach dem Erstellen der Verkehrabsicherung wurde die Drehleiter zügig in Stellung gebracht und die Gerätschaften entsprechend vorbereitet. Die Kameraden aus Diepersdorf übernahmen derweil die Erstversorgung und stiegen gesichert an der sehr steilen Böschung ab.

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Anschließend konnte die Schleifkorbtrage in Begleitung eines weiteren Absturzsicherers mit der Abseilgerät abgelassen werden.

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Nachdem die Person gesichert in der Schleifkorbtrage lag, konnte mit dem Aufziehen begonnen werden. Mit Hilfe der Schachtrettungsfunktion der Drehleiter konnte diese Aufgabe gut gemeistert werden.

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Im Anschluss an die Einsatzübung erfolgte die Manöverkritik durch den Ausbilder. Dieser zeigte sich mit dem Vorgehen sehr zufrieden. Nachdem die Geräte wieder einsatzbereit in den Fahrzeugen verlastet waren konnte die Schulung nach einer kleinen Stärkung beendet werden.

By | 2016-10-28T22:09:31+00:00 Juni 6th, 2015|Berichte, Berichte 2015, Jahresrückblick Einsätze 2015|0 Comments

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